Der unsichtbare Feind und die fast leeren Straßen

Liebe Leserinnen und Leser!

Bevor ich euch eine kleine Geschichte erzähle, muss ich zum Thema Corona / COVID-19 etwas loswerden.
Oh, Verschwörungstheoretiker … ich finde euch immer lustig. Aber wenn es um die Gesundheit eines ganzen Planeten geht (das bedeutet das Wort Pandemie nämlich) dann werde ich doch etwas ausfallend.

Nachdem heute auch noch eine nicht genehmigte Demo in Wien von der Polizei aufgelöst wurde, muss ich mich zu Wort melden. Ja, das Recht für Demonstrationen ist sehr wichtig. Ja, die Pressefreiheit ist unser höchstes Gut und Zensur darf auf keinen Fall vorkommen.
Aber Ausgangsbeschränkungen bei einer PANDEMIE sind nunmal zu befolgen.

Also:

Und nun: Eine Corona Reportage

Der unsichtbare Feind und die fast leeren Straßen

Ich bin froh, dass ich wieder wichtige Besorgungen erledigen darf.
In den letzten sechs Wochen habe ich mich streng an die Ausgangsbeschränkungen gehalten, habe ich doch das unangenehme Pech in einem “Hot-Spot” zu wohnen.
Doch gestern durfte ich raus, um eine wichtige Besorgung in Linz zu erledigen.
Und was ich sah war ein Fest für den schwarzen Humor.

Ich ging die Straße entlang, grinste hinter meiner neuen, stylischen Schutzmaske und hoffte, dass meine Mitmenschen mein Lächeln über meine Augen anstatt durch meine Lippen erkennen würden.
Es war ein sonniger Tag, also war ich nicht überrascht, dass vor der Eisdiele eine Schlange zu finden war – die gibt es schließlich auch, wenn kein Pandemie-Virus durch die Straßen fegt.

Die Straßen selbst sind noch fast leer. Zufrieden stelle ich fest, dass sich die Menschen immer noch an die notwendigen Ausgangsbeschränkungen halten. Jeder hält respektvoll Abstand, es gibt keine Berührungen.
Doch wir alle können es fühlen. Wir wollen uns umarmen, wir wollen uns küssen – und bald werden wir das wieder dürfen.
Wir wollen den gurrenden Tauben nachjagen und uns hetzen lassen. Wir wollen murren weil die Ampel so schnell auf Rot springt. Wir wollen uns durch schwitzige Menschenmassen durchkämpfen müssen.

Auf meinem Weg die Straße entlang bietet sich mir dann doch ein grotesker Anblick.
Und dann, ein paar Meter weiter, wieder.
Die Menschen halten sich an die Raucherzonen – doch mit einer Atemschutzmaske um den Hals in einer Raucherzone zu stehen, um an einem Sargnagel zu paffen, ist grotesk. Zumindest tun die Raucher das an der frischen Luft.
Gesundheit ist schließlich wichtig!

Nachdem meine Besorgung erledigt ist, steige ich wieder ins Auto und fahre nach Hause. Man soll ja immer noch nicht zu viel draußen unterwegs sein.
Ich habe das Gefühl, dass die Natur sich eine wohlverdiente Atempause erlaubt.
Und ich habe das Gefühl, dass wir noch ein bisschen länger durchhalten müssen.

Aber ich habe auch das Gefühl, dass wir bald wieder zurück zur Normalität dürfen.
Ob wir jedoch nicht ein paar Änderungen behalten sollten, ist fraglich. Social Distancing zu Leuten, die uns stressen zum Beispiel wäre ein Plus.
Oder einfach anderen Leuten mal Platz machen und nicht drängeln.

Oder einfach mal Lächeln. Auch wenn man es nicht sehen kann.

#stayhome #staysafe #washyourhands

 

 

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