Der rechte Weg

Der rechte Weg

Mir ist unverständlich, warum so viele Menschen auf dem rechten Weg gehen. Dort ist es langweilig. Dort trägt man blauen Schlips und braune Unterwäsche aus dem Stoff der 1930er, anstatt kunterbunte Kleidung. Die Konversation ist auf diesem Weg einseitig, Bildung zwar vorhanden aber von fragwürdiger Qualität und niedrigem Niveau. Da hilft auch keine Creme.
Ein Meer von Menschen aus Einzelfällen, die quengelig über das Kopfsteinpflaster laufen und es nicht wagen, rechts und links des Weges über den Zaun zu sehen, wo die Menschen tanzen und sich lieben. Jenseits des Zauns befindet man sich maximal zwei Wochen im Jahr, beim Cluburlaub in der Türkei oder auf Ibiza. Aber dann schön mit Scheuklappen, damit man ja nicht zu viel “Fremdes” mitbekommt.
Der rechte Weg ist recht eintönig und geradlinig, gepflastert mit Borniertheit und an den hohen Lattenzäunen hängen erfundene Flüchtlingsstatistiken und Artikel aus Zeitungen, die Proletariatsjournalismus betreiben.
Auf dem rechten Weg wird Feuer nicht dazu genutzt um zu kochen oder sich und andere zu wärmen, es wird benutzt um Dinge zu verbrennen. Ob Bücher oder Seelen ist egal. Hauptsache es brennt und knistert und ist laut.
Hier ist “anders sein” verboten – da müsste man sich ja anstrengen um jemanden kennen zu lernen. Wenn alle gleich sind, dann weiß man auch, dass man sich vertrauen kann – oder auch nicht.
Ihr dürft mich nicht falsch verstehen. Der rechte Weg will auch vieles Schützen:  Traditionen, Heimatgefühl und Brauchtümer. Die sind spannend, man sollte sie erhalten und sie erkunden, wiederbeleben. Aber warum man das mit anderen nicht teilen kann, ist mir nicht ganz klar. Auf dem rechten Weg muss es außerdem von Frauen nur so wimmeln, wo die Medien uns doch sagen, dass wir nur durch den Zaun sicher sind.
Während der Zaun zu beiden Seiten immer höher und teurer wird, müssen wir auf der anderen Seite uns stärker bemühen, die Zäune wieder kaputt zu machen. Sie nehmen uns die Aussicht – die Menschen auf dem rechten Weg nageln und buchstäblich Bretter vor die Köpfe!
Bei uns ist es bunt, es gibt Essen aus aller Welt – Menschen aus aller Welt! Denn alles jenseits des Weges ist: die Welt. 

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Memory Hunter – Endlich online!

Liebe Leserinnen und Leser – LIEBE SPIELER!!!

Seit Montag ist es endlich soweit. Letztes Jahr begann ich damit, das Drehbuch für den mobilen Thriller “Memory Hunter” zu schreiben. Und nun ist das Spiel endlich in jedem AppStore verfügbar!

Wer das Spiel ausprobieren möchte, klickt HIER .

Ein paar Kommentare muss ich zum Spiel abgeben. Die Firma TICTALES, die das Spiel herausgebracht hat, ist im Herzen von Paris zu Hause und eher eine kleine Firma. Kein großer Videospielgigant. Sie finanziert sich also durch Werbung, die einen zwar nerven kann – aber das Spiel ist es absolut wert.
Das Design ist so toll geworden!

Ein paar Bugs sind mir beim Durchspielen noch aufgefallen, diese werden zur Zeit aber behoben und sollten eurem Spielvergnügen bald nicht mehr im Wege stehen.
Das Spiel ist auf ENGLISH, obwohl man das Menü auf Deutsch wählen kann.

Ob euch das Design des Spiels oder die Spielweise gefällt ist für mich nicht so sehr von Belang (das ging ja alles von der Firma aus, die meiner Meinung nach ganz tolle Arbeit geleistet hat).
Was mich aber interessiert ist eure Meinung zur STORY!
Wenn ihr also spielen wollt, sagt mir wie euch die Story gefällt!

Die Hitzewelle

Liebe Leserinnen und Leser

Ich fühle mich als wäre ich eine Katze.
Sherlock und ich machen zur Zeit eine schwere Zeit durch – denn wir beide finden diese Hitze absolut unerträglich!
Während Sherlock sich aber in schattige Schränke und Ecken zurückziehen kann, habe ich keine andere Wahl als das alles zu ertragen.
Ich bin ständig müde, träge und will nur noch schlafen.
Wieso finden manche Leute eine solche Hitze so toll?! 10 Minuten in der Sonne und ich hab Migräne.

Was haltet ihr so von der Hitze?

Ich würde ja winken, aber ich bin zu träge.

Alles Liebe,

Sonja

Die Vögel am Linzer Hauptbahnhof

Liebe Leserinnen und Leser!
Heute präsentiere ich euch eine Kurzgeschichte aus meinem alltäglichen Leben.
Gestern – die Beobachtung von Vögeln am Linzer Hauptbahnhof.

Die Vögel am Linzer Hauptbahnhof

Ich bin ein Spatz. Einer von vielen, braunen, unscheinbaren Vögelchen, die täglich durch den Hauptbahnhof in Linz flitzen und durch ihre schiere Alltäglichkeit in der Menge untergehen.
Wenn man dreißig Minuten lang in einem MC – also mächtig charmanten – Fastfoodrestaurant sitzt, inmitten der vielen anderen Spatzen in allen möglichen Braun- und Beigetönen, kann es schon mal vorkommen, dass man anderen Vögeln begegnet.
Der Anblick eines älteren Täuberichs brach mir heute fast das Herz.
Sein Federkleid war grau und ich hielt ihn zuerst einfach nur für gelangweilt oder besonders hilfreich.
Er durchstreifte mit einem Lächeln und einem Gruß das Restaurant, räumte Tabletts mit Essensresten weg und gurrte fröhlich den anderen Vögeln zu.
Nur duch meine geschickte Position bei den Abfalleimern konnte ich schließlich den wahren Grund seines Tuns erkennen.
Als er glaubte, niemand würde ihn beobachten, gurrte er nervös, sammelte die vielen Essensreste der anderen Spatzen auf einem Tablett zusammen und verschlang sie so schnell er konnte. Ein obdachloser Täuberich? Ohne eigenes Nest?
Sein Federkleid wirkte nicht verwahrlost, er war sauber und ordentlich.
Doch der offensichtliche Hunger mit dem dieser in die Jahre gekommene, graue Täuberich die Reste der anderen Spatzen verschlang, ließ mein kleines Spatzenherz kurz auf Kolibrigeschwindigkeit höher schlagen. Er tat mir unendlich Leid.
So schnell wie er gekommen war, verschwand er in der Menge des Hauptbahnhofs – und machte für andere Raubvögel Platz.
Zwei diebische Elstern flogen herein, beide mit Küken unter den Flügeln, die aussahen als wären sie gerade erst geschlüpft. Sie weinten bitterlich.
Die Elstern hatten sich verkleidet und ihr schwarz-weißes Federkleid gegen bunte und gemusterte Federn getauscht. Ein Täuschungsmanöver? Sie wirkten dadurch nicht weniger diebisch.
Während ich einem Erpel zusah, der sein schnatterndes Küken fütterte und wässerte, trennten sich die Elstern und schwärmten aus.
Nervös sprangen sie zwischen den Tischen hin und her, bettelten alle anderen Vögel um glänzende Dinge an und wurden schließlich vom Leitvogel des Restaurants, einem wütenden Auerhahn, verjagt.
Die Elstern hatten nichts ergattert, machten sich aber auf den Weg zu den Ticketautomaten um bei anderen Spatzen glänzendes Geschmeide zu erbetteln.
Irgendwie taten sie mir trotzdem Leid, obwohl ich diebische Elstern verabscheue.
Aber etwas sagte mir, dass die bunten Elstern das Diebesgut nicht für sich behaleten wollten, sondern es sammeln mussten um den Klauen eines größeren, stärkeren Raubvogels zu entgehen.
Nach dreißig Minuten ließ ich die vielen braunen Spatzen hinter mir und schloss mich einem Schwarm Vögel an, der in Richtung Heimat flog.
Und ich war froh darüber, dass ich ein warmes Nest hatte und genug Glänzendes, um nicht zu einer Tauber oder einer Elster zu werden.

***

Die neue DSGVO – viel harte Arbeit!

Liebe Leserinnen und Leser!

Das neue Datenschutzgesetz ist etwas Tolles – unsere persöntlichen Daten sollen besser geschützt werden und es soll Dritten etwas schwerer gemacht werden, ganz so einfach an Bilder, Daten und Dateien etc. zu kommen, die in unser persönliches Leben und nirgendwo sonst hineingehören.


Als Autorin mit eigenständer Website gelte ich auch als Einzelunternehmerin und muss deswegen ein Impressum und eine Datenschutzerklärung auf meiner Website vorweisen und euch über einige Dinge aufklären.
All das dauert aber seine Zeit – schließlich will ich es ja richtig machen und auch rechtlich abgesichert sein.
Darum setze ich euch hiermit davon in Kenntniss, dass mein Impressum und meine Datenschutzerklärung zur Zeit IN BEARBEITUNG sind, um den neuen Standards gerecht zu werden!
Alle Fakten und Daten werden doppelt und dreifach gecheckt, alle Fotos durchwühlt – und das dauert natürlich seine Zeit.

Solltet ihr auf meiner Website, auf Twitter oder meiner Facebook-Page irgendetwas finden, das eure Rechte verletzt (wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass ich solche Daten, Fotos etc. gar nicht besitze) so geschieht dies unabsichtlich und ich bitte euch, mich davon in Kenntnis zu setzen, damit ich die betreffenden Einträge vom Netz nehmen kann.

Schon bald könnt ihr unter dem Punkt IMPRESSUM auch die Unterseite für die Datenschutzerklärung finden.

Abendspaziergänge und Gewinnspiel Ende

Liebe Leserinnen und Leser!
Das wichtigste zuerst: Das Gewinnspiel zum Welttag des Buches ist beendet!
Die Gewinner werden demnächst eine private Nachricht in ihren Briefkästen finden, also vergesst nicht immer wieder nachzuschauen.


Es kommt rasch die Zeit, an dem es mir währen des Tages schon zu heiß ist – darum freue ich mich jetzt schon auf meine Abendspaziergänge.
Besonders nach dem Regen kann man da toll frische Luft tanken!
Und das Beste ist: Ideen und Plottwists fliegen einem nur so zu!
Sollte ich mir angewöhnen einen Notizblock mit auf meine Spaziergänge zu nehmen?

 

Das kleine glückliche Prozent

Liebe Leserinnen und Leser!
Der Umzugsstress ist endlich vorbei und ich bin in meiner neuen Wohnung wohlbehalten angekommen. Nach dem Kauf von 3 zusätzlichen Bücherregalen ( ❤ ) kann ich nun endlich wieder aufatmen und muss mir keine Sorgen machen, dass meine Bücher nicht artgerecht behandelt werden.

Meine Mutter war neugierig, wie viele Bücher ich nun tatsächlich besitze (schließlich haben sie und Papa einen Großteil davon geschleppt), also fing ich an zu zählen. Nachdem ich die 1000 Marke geknackt hatte, ist mir allerdings die Lust vergangen. Es sind also: Viele.

Um Platz für Bücher zu sparen, besorgen sich mittlerweile viele Menschen ja einen E-Reader. Auch ich habe mir eine kostengünstigere Version mit einem Gutschein gekauft, damit ich, sobald ich nach Schottland fahre, Platz habe in meinem Koffer.
Ich will ja schließlich genug Platz für Bücher haben, die ich aus Schottland MITNEHME.

E-Books sind um ein paar Euro billiger als die Papierversion, weil natürlich die Druckkosten gespart werden. Und E-Books sind eine tolle Sache! Nur leider habe ich in den letzten Wochen folgende Erfahrungen gemacht: E-Book kann wirklich jeder – oder zumindest glaubt das jeder.
Es gibt viele Gratis E-Books, die man sich auf seinen E-Reader laden kann.
Über eintausend Seiten voll mit Büchern, bei denen es sich um Geschichten mit (und ich scherze nicht) schwulen Vampircowboys, dem einzig richtigen Weg zu Gott, Nazipropaganda und sonstigen handelt.

Ich habe nichts gegen Schwule (schließlich schreibe ich auch über sie ❤ und Love is Love), Vampire sind nicht so mein Ding und Cowboys – nur mit den dazu passenden coolen Stiefeln. Aber das alles in einem Paket? Naja.
Einen einzig richtigen Weg zu Gott/Göttern oder sonst einer höheren Macht gibt es nicht – und jeder soll glauben was er will. Und Nazis sind sowieso einfach scheiße.

Einige gratis E-Books haben mit ihren Covern und der Beschreibung dann doch mein Interesse geweckt und ich habe sie heruntergeladen – und bei 99% habe ich es nach den ersten paar Seiten schon bereut.
Aber – und das sage ich um den AutorInnen Mut zu machen, die ihr Handwerk wirklich beherrschen und Talent haben – 1% hat mich dann doch direkt vom Stuhl gehauen mit guten Geschichten.

Mein Tipp also – traut euch mal in den Gratis E-Book Markt reinzuschnuppern. Vorsicht vor Vampircowboys und Nazis – aber traut euch was. Vielleicht findet ihr das eine oder andere Juwel und könnt einem zukünftigen Schreiberling dadurch den Tag verschönern ❤