“Die Schwarz-Weiß Fahrerin”

… oder: Wenn die Maschine zu dumm ist um ihre Aufgabe zu erfüllen.

Meine lieben Leserinnen und Leser.
Heute mache ich meinem Unmut erneut in der Form einer kleinen Kurzgeschichte Luft. Über eure Meinung bin ich sehr gespannt.

“Die Schwarz-Weiß Fahrerin”
Ein neuer Job bringt nicht nur Geld. Um Geld zu verdienen, muss man auch irgendwie zum Arbeitsplatz kommen.
Die öffentlichen Verkehrsmittel sind zwar nicht billig, aber es geht auch viel viel teurer. Die neuen Ticketautomaten eines österreichischen Bahnunternehmens (nennen wir das Unternehmen, um es anonym zu halten – jenes mit dem roten Logo) sorgen bundesweit für Frust, da sich nicht einmal die Mitarbeiter des Unternehmens damit auskennen.
Lange habe ich gebraucht, doch jetzt habe ich die richtige Art gefunden, mein Ticket zu lösen.
Station zu Hause bis Linz  mit Vorteilskarte PLUS Stadtverkehr (so wie es früher auch war) um auch gleich ein gültiges Ticket für die Straßenbahn in Linz zu haben, die mich zu meinem Arbeitsplatz bringt. 6,50 für die Hin- und Rückfahrt – Tageskarte
Am Donnerstag war ich bereit, mehr zu zahlen. Ich verpasste den Zug nach Hause und war nicht sicher, ob mein Ticket auch im Bus gilt, auf den ich ausweichen musste (obwohl OÖVV – also Verkehrsverbund draufstand).
Ich zeigte mein Ticket dem Busfahrer, bereit ein neues Ticket für meine Heimreise zu lösen – doch das Ticket war gültig und ich fuhr nach einem anstrengenden Tag nach Hause.
Ganz anders gestern am Abend auf dem Weg nach Hause.
Wie jeden Morgen löste ich mein Ticket am Automaten des Bahnunternehmens mit dem Roten Logo. Auf dem Rückweg fuhr ich mit der Straßenbahn zurück zum Bahnhof.
Eine Überraschungskontrolle der Linie 3 machte mir keine Sorgen, denn ich hatte ja ein gültiges Ticket – zumindest dachte ich das so.
“Ist falsch.”, wurde mir gesagt. Denn der neue Fahrkartenautomat hat es versäumt, das Wort “Stadtverkehr” auf das Ticket zu drucken. Dieses Problem ist den Agenten der Security Firma wohl bekannt. Doch anstatt mich nur darauf aufmerksam zu machen, dass ich ein anderes Ticket brauche beim nächsten Mal, wurde ich gestraft.
Selbige Situation passierte mit übrigens auch schon mal vor 2 Jahren.
Ich fuhr also, wenn man auf dem I Tüpfelchen herumreitet, schwarz – mit einem weißen Gewissen, denn ich hatte ein gültiges Ticket gelöst. Der Automat hat Schuld, und ich soll nun 67 Euro blechen.
Nein, danke.
Die Security Firma, die das Bußgeld haben will, darf sich mit Vergnügen an das Bahnunternehmen mit dem roten Logo wenden, denn ich werde dieses nicht begleichen.
Um in Zukunft nicht noch einmal zu einer “Schwarz-Weiß” Fahrerin zu werden, habe ich beschlossen, jetzt jedes dumme Ticket einzeln zu kaufen und sowohl Grammatik als auch Rechtschreibfehler auf jedem einzelnen Fahrschein genau unter die Lupe zu nehmen.
Man will ja schließlich nicht gestraft werden, nur weil einem Ticketautomaten die Tinte ausgeht.”

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